Ein Panzergrenadier geht von Bord!
Oberst Bernd Prill ist im September 2026, im Rahmen eines würdigen Übergabeappells, in den Ruhestand getreten. Als stellvertretender Kommandeur der Panzertruppenschule und Leiter des Bereichs Zentrale Aufgaben, übergab er seine Dienstgeschäfte an Oberst Richard Stöver.
Für den Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe endet damit nicht nur eine beeindruckende militärische Laufbahn, sondern auch eine prägende Zeit der Verbundenheit mit der Truppengattung und unserem Freundeskreis.
Manche Menschen verbindet man mit einem Dienstgrad, einem Dienstposten oder einer bestimmten Funktion. Bei Oberst Bernd Prill fällt die Antwort schwerer. Zu eng ist sein Weg mit der Panzergrenadiertruppe, mit Munster und mit der Ausbildung von Führungskräften verbunden.
Wer ihm begegnet, erkennt schnell eine weitere Eigenschaft: Bernd Prill ist kein Freund großer Umwege. Ein Weggefährte beschrieb ihn einmal als „kantig, sportlich und eloquent“ – und gerade diese Kombination scheint viel von dem zu erfassen, was ihn als Offizier ausmacht. Gleichzeitig wurde er als herzlich und klar in seinen Worten erlebt.
Mit seinem Ruhestand endet nun seine aktive Dienstzeit. Die Verantwortung in der Panzertruppenschule geht weiter, ebenso die Arbeit des Freundeskreises.
Was bleibt, ist jedoch mehr als eine Funktion. Es bleibt die Verbindung zu einer Truppengattung, die Bernd Prill über Jahrzehnte geprägt hat – und die er seinerseits geprägt haben dürfte. Es bleiben die Menschen, die er ausgebildet, geführt und gefordert hat. Es bleiben Kameraden, Weggefährten und Freunde. Und es bleibt ein Gedanke, der vielleicht besonders gut zu einem Panzergrenadier passt: Man verlässt eine Stellung. Man verlässt eine Funktion. Aber seine Truppengattung und die Kameradschaft, die über Generationen verbindet, gibt man nicht einfach ab.
Der Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe sagt deshalb nicht einfach „Auf Wiedersehen“. Er sagt: Danke, Herr Oberst – und weiterhin viel Soldatenglück.
Von: Stephan Kohrts