Gedächtnis der Bundeswehr. Zeitzeugen aktiver und ehemaliger Soldaten gesucht!

 

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften in Potsdam ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung und der zentrale militärgeschichtliche und militärsoziologische Dienstleister des Bundes. 2013 fusionieren das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) und das Sozialwissenschaftliche Institut (SOWI) am Standort Potsdam zum Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw). Dessen neue Abteilung Einsatz untersucht die Vorbereitung und den Verlauf von Einsätzen selbst sowie den Wandel, den die Bundeswehr als Organisation seit 1990 durchlaufen hat. Mit der bewährten Reihe „Wegweiser zur Geschichte“ gibt das ZMSBw Soldaten eine fundierte Einführung in das jeweilige Einsatzland an die Hand.

Troops in Contact (TIC) im September 2010 in Qala e Zal mit Bravo-Zug der Schutz Kompanie Kunduz. Deutscher Soldat im direkten Feuergefecht mit Aufständischen.

Troops in Contact (TIC) im September 2010 in Qala e Zal mit Bravo-Zug der Schutz Kompanie Kunduz. Deutscher Soldat im direkten Feuergefecht mit Aufständischen.

Tornado in Mazar-e Sharif mit Technikern.

Tornado in Mazar-e Sharif mit Technikern.

Im Bereich „Einsatzgeschichte“ erforschen – meist selbst einsatzerfahrene – Wissenschaftler die Geschichte der Auslandseinsätze. Etwa zehn laufende Vorhaben, darunter auch Projekte externer Autoren, decken ein breites inhaltliches Spektrum von ISAF über KFOR bis hin zum Einsatz der Marine in der Adria 1992 – 1996 (Sharp Guard) ab. Die 2012 begründete Reihe „Neueste Militärgeschichte“ ging mit dem einführenden Sammelband „Auftrag Auslandseinsatz“ und einer Studie von Hans-Werner Ahrens zur deutschen Beteiligung an der Luftbrücke nach Sarajevo 1992-1996 an den Start. 2013 folgen zwei Titel zu Geschichte und Mythos der Loya Jirga (Benjamin Buchholz) und zur Frage, ob und ggfs. wie die britischen und deutschen Streitkräfte bei ihren Einsätzen im Irak und in Afghanistan aus der Geschichte gelernt haben (Eric Sangar).

Die Autoren greifen außer auf dienstliches Schriftgut verstärkt auf persönliche Überlieferung zurück, um so eine kritische und ungeschönte Aufarbeitung der Auslandsmissionen sicherzustellen. Hierfür will das ZMSBw kompetente Ansprechpartner und Zeitzeugen aus den Reihen aktiver und ehemaliger Soldaten gewinnen. Sowohl höhere Kommandoebenen als auch Offiziere, Unteroffiziere oder erfahrene Mannschaftssoldaten auf der Truppenebene sollen zu Wort kommen.  Eine erhebliche Menge entsprechender Unterlagen aus allen Teilstreitkräften und Organisationsbereichen haben das ZMSBw bereits erreicht.

Sie verfügen über Berichte oder Tagebücher, eine Sammlung mit Fotos oder über andere Dokumente aus Ihrer Einsatzzeit? Wir sichern ihre Unterlagen dauerhaft unter archivischen Aspekten, um sie als Quelle für unsere Forschung zu nutzen. Ebenso bieten wir Ihnen die Chance, Manuskripte zur Einsatzgeschichte in den hauseigenen Zeitschriften zu publizieren oder geben Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Verlag. Bitte nehmen Sie Verbindung auf und besuchen Sie uns im Intranet Bw oder Internet!

Kontakt:

ZMSBw Abt. Einsatz, Projektgr. Einsatzgeschichte

ZMSBwEinsatzgeschichte@bundeswehr.org

http://mgfa.de/html/einsatzarmee

Tel. +49 (0) 331 9714 417, BwKz 8529, App. 41

 

Vor der somalischen Küste patrouilliert die Fregatte Hamburg das Gewässer. Es wurden zwei Boote, ein "Skiff" - Ruderboot und ein Walfänger entdeckt, die mit Kiel nach oben im Wasser schwammen. Der Kommandant der Fregatte Hamburg entschied sich dafür, sie zu zerstören, damit sie nicht von Piraten genutzt werden könnten. Die Bundeswehr sendet seit 2008 Soldaten in den Anti-Piraterie-Einsatz am Horn von Afrika. Im Rahmen der EU-geführten Mission ist auch die Fregatte Hamburg vor Ort eingesetzt.

Vor der somalischen Küste patrouilliert die Fregatte Hamburg das Gewässer. Es wurden zwei Boote, ein “Skiff” – Ruderboot und ein Walfänger entdeckt, die mit Kiel nach oben im Wasser schwammen. Der Kommandant der Fregatte Hamburg entschied sich dafür, sie zu zerstören, damit sie nicht von Piraten genutzt werden könnten. Die Bundeswehr sendet seit 2008 Soldaten in den Anti-Piraterie-Einsatz am Horn von Afrika. Im Rahmen der EU-geführten Mission ist auch die Fregatte Hamburg vor Ort eingesetzt.