Einladung >Forum Museum< im Militärhistorischen Museum in Dresden

Hiermit sind Sie  zur nächsten Veranstaltung unserer Reihe >Forum Museum< im Militärhistorischen Museum in Dresden eingeladen:

Zeit: Montag, 6. Mai 2013, 19 Uhr
Ort: Auditorium 2. OG, Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
“Kulturschock NVA” – Briefe eines Wehrpflichtigen 1971–1973
Lesung und Podiumsgespräch mit Eckhard Ullrich und Christoph Links

Einen ungewöhnlich offenen Einblick in den Alltag der Nationalen Volksarmee bieten die hier versammelten Briefe des Wehrpflichtigen Eckhard Ullrich aus seiner 18-monatigen Dienstzeit an der Wende der Ulbricht-Ära zur Honecker-Zeit. Ohne Rücksicht auf eine mögliche Zensur wird darin nicht nur von stumpfsinnigem Drill, willkürlichen Bestrafungen, Inkompetenz beim Personal und störanfälliger Technik berichtet, sondern auch von der Ausbildung für einen Angriff auf die Bundesrepublik. Die authentischen Texte zeigen symptomatisch, dass der Dienst in einer Mot.-Schützen-Einheit für manchen Abiturienten einen Kulturschock bedeutete, da er eine Seite der DDR offenbarte, die viele bis dahin nicht für möglich gehalten hatten. Eine vorbehaltlose Identifikation mit der DDR und ihrem politischen System war danach kaum noch möglich.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Christoph Links Verlag.

Einlass ist ab 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Außerdem ist wie jeden Montag der Eintritt in das gesamte Museum von 18 Uhr bis 21 Uhr frei.
Vorschau:

Kulturschock NVA
Donnerstag, 30. Mai 2013, 18 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung
1636 – ihre letzte Schlacht
Musikalische Begleitung: Ensemble des Dresdner Kammerchors mit Werken von Heinrich Schütz
2007 wurde bei Wittstock/Dosse ein Massengrab entdeckt. In Reih und Glied waren dort 125 Soldaten aus dem Dreißigjährigen Krieg beigesetzt. Die vom Archäologischen Landesmuseum Brandenburg übernommene Sonderausstellung rekonstruiert das Schlachtgeschehen vom 4. Oktober 1636 und stellt den Lebensalltag der Soldaten und Söldner aus dem 17. Jahrhundert vor.

Montag, 17. Juni 2013, 19 Uhr
Zur Sonderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“
>Bill Bo und seine Kumpane< – Wie die Augsburger Puppenkiste den Dreißigjährigen Krieg erzählte
Zu Gast: Josef Göhlen (Autor und TV-Produzent), Klaus Marschall (Leiter der Augsburger Puppenkiste) sowie „Bill Bo“ (Räuberhauptmann a.D.) und „Kill Waas“ (Räuberkumpan aus Sachsen, ebenfalls a.D.)
Die Geschichte von >Bill Bo< und seinen Kumpanen gehörte in den sechziger Jahren zu den großen Fernseherfolgen der legendären Augsburger Puppenkiste. In vier Folgen brachte sie Kindern und Erwachsenen Alltagsgeschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg mit Mitteln des Puppenspiels nahe. Der Produzent und Autor dieser Geschichte Josef Göhlen wird von der Entstehung und Konzeption der Serie berichten und Ausschnitte präsentieren. Der heutige Leiter der Augsburger Puppenkiste Klaus Marschall beschert ein Wiedersehen mit den Original-Puppen-Hauptdarstellern aus dem Augsburger Fundus und erläutert den Einsatz der besonderen Ausdrucksmittel des Puppenspiels. Mit Worten von Bill Bo: “Bombengranatenelementplitzplotzdonnerwettersakramentnochmal!”

Donnerstag, 27.06.2013, 16 Uhr (Ende: 18:00 Uhr)
Männer in Kitas und Frauen in der Bundeswehr
Podiumsgespräch
Frau Dr. Sylka Scholz (TU Dresden) skizziert am Beispiel der Organisationskulturen Kita und Bundeswehr die Besonderheiten für Männer und Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen. Ihre Thesen bilden die Grundlage für die Podiumsdiskussion mit Frau Dr. Sabine Bastek, vom Bundesministerium der Verteidigung sowie Erziehern und Soldatinnen. Es moderiert Prof. Holger Brandes (Rektor Ev. Hochschule, Dresden). Eine Kooperationsveranstaltung mit dem PARITÄTischen Sachsen im Rahmen des Modellprojektes “Männer in Kitas”.

Montag, 1. Juli 2013, 19 Uhr
Zur Sonderausstellung „1636 – ihre letzte Schlacht“
1636 – ihre letzte Schlacht: Von der Ausstellung zur Ausgrabung
Zu Gast: Dr. Sabine Eickhoff (Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum)

Samstag, 13./14. Juli 2013, 18 Uhr (Ende: 1 Uhr)
Museumssommernacht 2013
Den Krieg mit der Seele suchen… – Das Jahr 1813 und die Zeit der Befreiungskriege
Zur Einstimmung auf die Eröffnung einer großen Sonderausstellung „Blutige Romantik – 200 Jahre Befreiungskriege“ im September diesen Jahres bietet das Militärhistorische Museum spannende Perspektiven auf das Jahr 1813 und die Zeit der Befreiungskriege. Konzerte, Spezialführungen, Lesungen und militärhistorische Vorführungen lassen eine Nacht lang eine Epoche lebendig werden, die von blutigen Schlachten und romantischer Verklärung gleichermaßen geprägt war. Details zum Programm demnächst unter www.mhmbw.de.

Für alle Veranstaltungen (bis auf die Museumssommernacht) gilt: Eintritt frei!
Im August werden wir eine kleine Veranstaltungspause einlegen, am 5. September geht es dann wieder weiter mit der Eröffnung unserer nächsten großen Sonderausstellung >Blutige Romantik< zur Zeit der Befreiungskriege.

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Jan Kindler
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Leiter wissenschaftliche Programme und Kinemathek
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Tel.: 0351-823-2831
AllgFspWNBw : 90-8910-2831
Fax: 0351-823-2805
Mail: jankindler@bundeswehr.org
www.mhmbw.de