Der Schützenpanzer HS-30 im Panzermuseum Munster

Der HS-30 im Panzermuseum zu Munster befindet sich augenscheinlich äußerlich in einem passablen Zustand.

Bei näherer Betrachtung stellt der Betrachter fest, daß der Turm z.B. vom Sonderwagen 2 des Bundesgrenzschutz stammt (zu erkennen an den verschschweißten seitlichen Bohrungen zur Aufnahme der Nebelmittelwurfanlage).

Ein Blick in das Innere des Fahrzeuges läßt den Bedarf an einer Depotinstandsetzung erkennen.

Die Elektrik ist überwiegend durch Kabelschnitt gestört, der Motor läuft stotternd, die Lenkbremsen aber sind verschlissen, im Innenraum Rost sowie die Reste einer Funkanlageneinrüstung eines KpFü-Wagens.

HS30_pz Museum Munster

 

 

 

 

 

 

Was ist zu tun?

Um den Wagen überhaupt instandsetzen zu können, muß der

  • Motorblock-Wagen aus der wehrtechnischen Lehrsamlung in Koblenz angefordert und bereitgestellt werden,
  • 100 Schraubverbindungen gelöst,
  • die Ketten getrennt und
  • das Heck nach lösen der Kabel und Schlauchverbindungen abgezogen werden.
  • Lenkbremsanlage generalinstandsetzen, Ersatzteile bereitstellen

Geübten Instandsetzungssoldaten der späten 60er-Jahre soll das in 4-8 Stunden gelungen sein.

Erst danach kann am Triebwerk gearbeitet werden; die Gaszüge müssen nach Information der betreuenden Hobbykommandanten ausgetauscht werden. Sie sind schlicht verrostet.

Fazit: So sollte die Bundeswehr mit der eigenen Tradition und Geschichte besser nicht umgehen!

Wenn Sie zum HS-30 Unterlagen, Vorschriften, Instandsetzungsmaterial, Wartungfs-und Reparaturpläne besitzen, würde sich die Lehrsammlung über eine Sachspende freuen!

Zu Details wenden Sie sich bitte an Herrn OTL d.R. Klahn