Panzergrenadierbataillon 193

Standort: Münster-Handorf

Das Wappen / Kontakt

  Wappen-PzGrenBtl 193

 

Kameraden- und Freundeskreis e.V.

Jürgen Arndt

Oberst a. D. und 1. Vorsitzender

Internetseite des Traditionsverbandes

 

 

 

Chronik Panzergrenadierbataillon 193

Das Panzergrenadierbataillon 193 (ohne 2. Kompanie) wurde am 01.04.1959 zusammen mit der in Ahlen stationierten Panzergrenadierbrigade 19 in Handorf bei Münster aufgestellt.

Es entstand aus Personalabgaben der Panzergrenadierbataillone 5 und 25 aus Koblenz. Am 01.10.1959 wurde aus dem Stamm der 4. Kompanie die 2. Kompanie aufgestellt. In der Anfangsphase wurde das Bataillon mit Lastkraftwagen der ersten Generation beweglich gemacht.

 Stammtafel PzGrenBtl 193

Am 01.04.1962 erfolgte die Umrüstung auf den Schützenpanzer HS 30

 Aus der “Schweren Kompanie” mit 6 gezogenen Mörsern 120 mm, 6 verlastbaren Mörsern 81 mm und 1 Panzerjägerzug, Leichtgeschütz, später Jagdpanzer M41, wurde nach verschiedenen Umgliederungen und Umrüstungen 1973 die 5. Kompanie.

 1973 wurde das Bataillon auf den Schützenpanzer Marder umgerüstet. Am 01.10.1980 nahm das Bataillon die Gliederung nach Heeresstruktur 4 ein. Die Schützenpanzerkompanie bestand aus 3 Zügen mit je 3 Schützenpanzern, einer selbständigen Gruppe und dem SPz des KpChefs, insgesamt 11 SPz Marder.

Die Logistik wurde im Bataillon in der Stabs- und Versorgungskompanie zusammengefasst.

 Die 3./PzGrenBtl 193, die bis dahin die Grundausbildung durchführte, wurde in 3./PzGrenBtl 191 umbenannt und wurde Kampfkompanie. Diese Kompanie war dem Bataillon im Frieden unterstellt. Aus Personalabgaben des Bataillons wurde die MTW-Kompanie – die 4./PzGrenBtl 193 – neu aufgestellt. Sie erhielt den Auftrag, in jedem Quartal die allgemeine Grundausbildung (Kraftfahrer / Jäger / Mörserschützen) durchzuführen. Ab 01.10.1984 wurden die Kampfkompanien, beginnend mit der 4./PzGrenBtl 193 wieder kompanieweise aufgefüllt, damit entfiel der Grundausbildungsauftrag der 4. Kompanie. Jede Kampfkompanie bildete dann die einberufenen Soldaten vom ersten bis zum letzten Tag selbst aus.

Seit dem 01.04.1989 befand sich das Bataillon in der Umgliederung zur Heeresunteroffizierschule I. Die 4. und 5. Kompanie wurden zum 01.04.1989 bzw. 01.06.1989 nicht mehr aufgefüllt. Die 3./PzGrenBtl 193 lief zum 30.09.1989, die 4. Kompanie am 31.12.1989 aus. Nur die 2. Kompanie hatte noch bis zum 30.06.1990 Soldaten und war damit die letzte aktive Kompanie des Bataillons. Ab dem 01.04.1990 wurden alle aktiven Soldaten des Bataillons an die Heeresunteroffizierschule I oder zu anderen Einheiten versetzt. Die Geschichte des Panzergrenadierbataillons 193 als aktives Einsatzbataillon hatte damit ihr Ende gefunden. Als Geräteeinheit existierte das Bataillon noch bis zum 31.12.1992.

Mit den Schützenpanzer Marder der 2./193 wurde als letzter SPz – Marder des Panzergrenadierbataillon 193 am 10.04.1990 der Kommandeur – SPz Y-737 815 verladen. Diese letzten Marder wurden an das Panzergrenadierbataillon 72 nach Hamburg – Fischbeck abgegeben. Auch das Panzergrenadierbataillon 72 wurde 2003 aufgelöst und ist Geschichte.

Wappen-PzGrenBtl 193

Das Wappen des Bataillons zeigt die grüne Grundfarbe der Panzergrenadiertruppe, das gelbe Kreuz, entnommen dem Wappen der ehemals selbständigen Gemeinde Handorf und die aufgelegte Elchschaufel, als Zeichen der Partnerschaft zum ehemaligen Infanterieregiment 1 aus Königsberg / Preußen.

Der bereits 1987 gegründete Traditionsverband „Kameraden- und Freundeskreis e.V.“ pflegt vor allem die Tradition des ehemaligen Panzergrenadierbataillons 193, aber auch die des ehemaligen Infanterieregiments 1 und die der ehemaligen Heeresunteroffizierschule I, seit 2003 Lehrgruppe B der Unteroffizierschule des Heeres.