„909er“ üben erneut bei den „Salzunger Grenadieren“

Von OTL Winfried Weber und OLt Michael Degand

Wie bereits im letzten Jahr hat eine Kompanie des Panzergrenadierbataillons 909 eine Reserveübung im thüringischen Bad Salzungen durchgeführt. Mit Unterstützung der Panzergrenadiere aus der Werratalkaserne konnte auch dieses Mal die Übung mit Erfolg abgeschlossen werden.

Schießleistungen standen im Vordergrund

 Wo im letzten Jahr der Schwerpunkt noch auf der Gefahrenabwehr stand wie Feuerbekämpfung und ABC-Schutz, war dieses Mal die Schießleistung aller teilnehmenden Soldaten gefragt. Es galt verschiedene Übungen mit dem G36 zu meistern und dabei die Fähigkeiten jedes einzelnen Schützen zu verbessern.

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Auf zwei der modernen Schießbahnen des Standortübungsplatzes der Werratalkaserne wurde schon Wochen zuvor durch Kompaniechef und Kommandeur des Reservebataillons geplant, wie genau die Übungen ablaufen sollen. Munitionsanforderungen, Material, Fahrzeuge, Verpflegung: um alles musste sich gekümmert werden – und das neben dem eigentlichen Zivilberuf. Mit der Unterstützung der 1./Kompanie aus Bad Salzungen, welche für die Unterstützung verantwortlich war, konnten diese ersten Hürden, trotz  kurzfristigem Ausfall einer der beiden Schießbahnen, ohne Probleme genommen werden.

 

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Nach den Modulen 1 und 2 an den Standorten Marienberg und Oberviechtach stand mit dem Modul 3 in Bad Salzungen der Höhepunkt und Abschluß der diesjährigen „grünen“ Ausbildung an. Ziel war es, aufbauend auf die bisherigen Übungen ein gefechtsnahes Bild zu vermitteln. Zu Beginn wurde als „Aufwärmhase“ eine Wertungsübung für das G36 geschossen. Auf verschiedene Zielentfernungen und aus verschiedenen Anschlagsarten mussten die Klappfallscheiben getroffen werden. Schon nach kürzester Zeit und wenigen Zielen pendelte sich die Leistung sichtbar ein. Die meisten Soldaten gingen aus dieser Übung mit der Eintragung „Gold“ in ihrem Schießbuch hervor.

 

Die Führung im Gefecht folgt

Um auf diesen Erfolg aufzubauen, wurde im Anschluss eine Sonderübung angesetzt. Auf der Schießbahn 1 wurden die Stellungen bezogen und ein Gruppengefechtsschießen wurde durchgeführt. Klappfallscheiben auf verschiedene Entfernungen und auch in Querbewegungen simulierten einen sich langsam annähernden Feind, ein eingeteilter Gruppenführer musste die Lage erkennen und kontrollieren. Keine leichte Aufgabe für Soldaten, die bis zu acht Mal im Jahr ihre zivile Arbeitskleidung gegen eine Uniform wechseln. Hierbei konnte auch jeder einzelne auf die Unterstützung des Leitungspersonals zählen, welche hin und wieder eingriffen und wertvolle Ratschläge oder Hinweise gaben. Der Kompaniechef der 3./909, Major Markkus Sander zeigte sich vom Ausbildungsstand seiner Soldaten überzeugt. Er verweist auf den großen Vorteil der Regelmäßigkeit der Ausbildungsvorhaben des Bataillons. Das häufige sich sehen und gemeinsam üben ist die Voraussetzung für die Kohäsion des Bataillons, aber auch für die Steigerung des Ausbildungsniveaus. Während im letzten Jahr die Ausbildung in Bad Salzungen noch durch Ausbilder von 391 geleistet wurde, stellen wir dieses Jahr unsere Ausbildung schon komplett auf unsere eigenen Ausbilder ab.

 

Erste Verbundausbildung der Ergänzungstruppenteilen (ErgTrT) Typ 2 und Typ 3

Im Rahmen dieser Ausbildung kam es zu einer ersten Verbundausbildung eines ErgTrT Typ 2 (Verband) und eines ErgTrT Typ 3 (Kompanie). Die 6. GebJgBtl 231 nahm erstmalig mit 11 Soldaten unter Leitung ihres Kompaniechefs, Hautpmann d.R. Carsten Zillmer an dem Ausbildungsvorhaben des PzGrenBtl 909 teil. Die Gewinner dieser Zusammenarbeit sind beide Seiten, betonte der Kommandeur des PzGrenBtl 909, Oberstlt d.R. Winfried Weber. Während 11 zusätzliche Teilnehmer für uns keinen zusätzlichen Organisationsaufwand darstellen, kann die 6./231 ohne eigenen Aufwand an einer hochwertigen Ausbildung teilnehmen.  Hauptmann Zillmer begrüßte neben der Teilnahme an einer Hochwertausbildung für seine Männer insbesondere die Möglichkeit, sich auf Chefebene mit Major Sander auszutauschen und die weitere Zusammenarbeit abzustimmen.

 

Panzerstahl, Beförderungen und Holzkohle

Nach dem Abschluss der Übungen wurde durch Soldaten der „Salzunger Grenadiere“ noch eine kleine Überraschung für die Gebirgsjäger vorbereitet. Ein Schützenpanzer Marder, das Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere, wurde vorgestellt. Nach einer kurzen Vorstellung der wichtigsten Daten und Fakten zu dem Schützenpanzer, hatten die Kameraden genug Zeit, sich alles anzuschauen und die Kameraden der Panzergrenadiertruppe mit Fragen zu löchern, was sie auch taten.Bild5_1

Vor der imposanten Kulisse von 35 Tonnen Panzerstahl endete dann auch der offizielle Teil des Tages. Bei einem Antreten würdigte der Bataillonskommandeur des Panzergrenadierbataillons 909, Oberstleutnant Weber, die Leistungen seiner Soldaten und bedankte sich beim Personal der Gastgeber, bevor er für mehrere seiner eigenen Soldaten Beförderungen aussprechen durfte. Als Höhepunkt erhielt Hauptfeldwebel Joachim Florack, der Spieß der 3./909 vor Truppe eine förmliche Anerkennung.

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Im Anschluss wurde der Tag mit einer geselligen Veranstaltung beendet. Mit einem Feldgottesdienst und anschließendem Grillfest konnte der Tag Revue passiert werden lassen. Bevor es jedoch an die Abendverpflegung ging, nahmen die Reservisten von II909 und der 6./231 noch zusammen mit Frau Pfarrerin Barbara reichert an dem #22PushUpChallenge teil. Anschließend unterhielt man sich mit Kameraden über die Übung, über das zivile Berufsleben, schmiedete aber auch bereits Pläne für das bevorstehende Jahr. Denn auch dann werden die 909er wieder nach Bad Salzungen kommen, um sich für den Ernstfall fit zu halten.

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 Vielseitige Einplanungsmöglichkeiten bei PzGrenBtl909 an den Standorten Marienberg (Sachsen), Bad Salzungen (Thüringen) und Oberviechtach (Bayern)

Das Panzergrenadierbataillon 909 ist als Ergänzungstruppenteil Typ 2 komplett gekadert. Es bestehen Einplanungsmöglichkeiten im Bataillonsstab und der 1. Versorgungs- und Unterstützungskompanie in Marienberg sowie für Panzergrenadiere in den drei Kampfkompanien an den Standorten Marienberg, Bad Salzungen und Oberviechtach.

 

Interessierte wenden sich an den Kaderfeldwebel von PzGrenBtl 909:

Telefon: (03735) – 917 – 2140

Fax: (03735) – 917 – 2190

Telefon: (90) – 8356 – 2140

Email: PzGrenBtl909ZentralerPosteingang@Bundeswehr.org